Aufbereitungstechnologien für bergbaubeeinflusste Wässer

Wasseraufbereitungstechnologien kommen aber ebenso für die betriebs-interne Wasserbereitstellung für Erz-
Aufbereitungsprozesse, für die Bereitstellung von Flutungswasser, für Kühlwaser oder die Verwendung in der Landwirtschaft zum Einsatz. Damit stellen bergbaubeeinflusste Wässer eine zusätzliche regionale Roh-Wasserquelle dar. Nicht zuletzt können in einigen Fällen Metalle oder auch Wärme im Rahmen des Aufbereitungsprozesses rückgewonnen werden.

Der Umgang mit den Reststoffen, insbesondere den Schlämmen, stellt einen entscheidenden Kostenfaktor dar und muss zentraler Teil des Betriebskonzeptes sein. Die Schlammabscheidung, -konditionierung und -verbringung kann durch die Wasserbehandlung beeinflusst werden. Im Rahmen des Seminares werden deshalb Wasseraufbereitungsverfahren vorgestellt, die die Kontrolle der Absetzschlämme in Bezug auf den Wassergehalt und die Zusammensetzung erlauben.

Inhaltsstoffe wie Sulfat oder Mangan können nur schwer aus der Wasserphase entfernt werden. Die Kontrolle dieser Stoffe liegt jedoch häufig im Interesse der Bergbauunternehmen, Behörden und der öffentlichen Wahrnehmung. Optionen für einen Umgang mit diesen Stoffen werden vorgestellt.

Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter einschlägiger Consulting und Bergbauunternehmen sowie an Behördenvertreter, die entsprechende Projekte ausschreiben bzw. in Auftrag geben oder durchführen. Aber auch für Neu- und Quereinsteiger in der wasserwirtschaftlichen Praxis soll dieses Seminar behilflich sein, Behandlungsmaßnahmen sachgerecht planen und durchzuführen zu können.

 

Das Seminar fokussiert auf folgende Technologien:

  1. Abscheidung von Eisen und Schwermetallen inklusive Erfahrungen mit der High Density Sludge Technology
  2. Vermeidung der Kontamination von Oberflächengewässern mit Eisenhydroxiden
  3. Inlake-Neutralisation und Konditionierung: Langzeit-Stabilisierung der Wasserqualität von Tagebausrestseen
  4. Katalytische Entmanganung und Entfernung von Kohleschlämmen
  5. Möglichkeiten der Sulfat- und der Chloridfracht-Kontrolle: Ettringit-Fällung, Sulfat-Reduktion,
  6. Membranverfahren: Bewertung der Anwendbarkeit für die Sanierung von bergbaubeeinflussten Wässern

An verschiedenen Fallbeispielen werden folgende Punkte
vorgestellt und diskutiert:

  • Der jeweilige Standort und hydrogeochemische und gesetzliche Rahmenbedingungen
  • Reinigungsanforderungen aus behördlicher Sicht / Spannungsfeld
  • Technische Machbarkeit / Kosten
  • Das geochemische und technologische Konzept des Behandlungsprozesses
  • Labor- und Technikumsversuche zur Entwicklung und Auslegung der Behandlungstechnologie und upscaling
  • planerische und ingenieurtechnische Anlagenumsetzung
  • Anlagenleistung in der start-up Phase / lessons learned

Veranstaltungsort

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Kurzinfos

  • http://www.gwz-dresden.de/dgfz-ev/aus-und-weiterbildung/termine/aufbereitungstechnologien-fuer-bergbaubeinflusste-waesser.html
  • http://www.gwz-dresden.de/dgfz-ev/aus-und-weiterbildung/termine/aufbereitungstechnologien-fuer-bergbaubeinflusste-waesser.html
  • Teilnahmegebühren siehe Veranstaltungsfaltblatt
  • Teilnehmerzahl: max. 16
Bildung für nachhaltige Entwicklung

Ansprechpartner

Frau Claudia Helling
Dresdner Grundwasserforschungszentrum e.V.
Meraner Str. 10
01217 Dresden
Telefon: 0351/4050676
Fax: 0351/4050679
E-Mail: chelling@dgfz.de
Web: www.gwz-dresden.de

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